IGP Schulung

Info-Veranstaltung zu den Änderungen durch die IGP 2019 mit LR Sabine Göhl beim uns auf dem Platz in Buchholz

Die neue IGP gilt seit 1. Januar 2019, also schon jetzt. Es ist also wichtig, sich spätestens jetzt mit den Veränderungen zu beschäftigen.

Der inhaltliche Aufbau der Prüfungsordnung (Kapitel usw.) hat sich geändert, so dass nun mehr hin- und hergeblättert werden muss.

Aktuell gibt es noch keine gedruckte Fassung zu kaufen, d.h. man muss sich selbst ein Exemplar ausdrucken. Download hier: http://www.fci.be/medias/UTI-REG-IGP-de-10244.pdf

Wenn erstmal nur die BH/VT interessant ist (gerade für die Anfänger im Hundesport), gibt es beim SV Bad Oldesloe eine auf die BH/VT reduzierte Fassung. Download hier: http://www.schaeferhunde-badoldesloe.de/images/SV/Ordnungen/BH-VT-ab-2019.pdf

An diesem Tag wurden nicht nur die Änderungen besprochen sondern auch alte Regelungen wiederholt und ergänzt durch Anmerkungen von Sabine aus der Sicht einer LR (hochinteressant).

Grundsätzlich gibt es noch einige ungeklärte Stellen in der Prüfungsordnung. Jetzt sind auch Dinge ungeklärt, die in der alten Ordnung noch geklärt waren. Dazu gilt: was nicht drinsteht, kann vom LR nicht gefordert werden. Änderungen (Ergänzungen) an der Prüfungsordnung sind also im Laufe der Zeit zu erwarten. Andererseits wurden aber auch Sachverhalte konkreter beschrieben.

Alles was hier im Folgenden steht gibt nur einige Stichpunkte wieder und ist ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Speziell die detaillierten Bewertungsrichtlinien bleiben hier außen vor.

Die BK-eigene Ausdauerprüfung (AD) bleibt wie gehabt, insbesondere ist weiterhin keine BH/VT Voraussetzung. Wie gehabt gibt es eine internationale AD (IAD), für die jetzt eine BH/VT Voraussetzung ist und die wie gehabt im BK nicht anerkannt ist.

Prüfungsstufen können nicht übersprungen werden, d.h. vor der FH2 muss zwingend die FH1 gezeigt werden.

Wie gehabt müssen bei Prüfungen im BK Hunde mindestens 15 Monate alt sein um an der BH/VT teilzunehmen. In anderen Verbänden reichen 12 Monate. Grundsätzlich kann man eine BH/VT-Prüfung dann auch in einem anderen Verband ablegen und in die Leistungskarte eintragen lassen. Die Prüfung gilt dann auch im BK. Fraglich, wie vernünftig diese Regelung ist.

Zur Sozialverträglichkeit: mangelnde Sozialverträglichkeit konnte schon immer dazu führen, dass man die BH/VT wiederholen muss. LR schreibt dann in die Leistungskarte: "BH/VT muss wiederholt werden" o.ä. Erst wenn die Prüfung dann wiederholt wurde, können andere Prüfungen wieder in Angriff genommen werden. Dies ist die BK-Regelung, andere Vereine ziehen z.B. die Leistungskarte ganz ein.

Zur Chip-Kontrolle: LR darf den Hund anfassen mit dem Lesegerät. Wenn der LR den Chip nicht findet, darf der HF suchen. Der LR muss danach aber trotzdem nochmal selbst den Chip kontrollieren. Hinweis an die HF, dies mit den Hunden zu üben, um Stress zu vermeiden.

BH/VT

  • BH-Hunde werden bei der Prüfung weiterhin nicht mit IGP-Hunden gemischt.
  • Gehen durch die Gruppe nur noch einmal und nur mit Leine.
  • Laufschema hat sich geändert ("U" fällt weg).
  • Sitz und Platz kann jetzt auch aus der Bewegung gezeigt werden (statt Grundstellung, muss nicht angesagt werden).
  • Ablegen wie bisher.

IBGH

  • Bei den Wendungen sind Sicht-/Hörzeichen nicht mehr gestattet.

Freudiger Hund

  • "Ziel ist der freudige, ausdrucksstarke Hunde"
  • Stress → wie soll Richter bewerten (Meiden, nicht freier Hund, nicht freudig) → wird noch teurer → Abzuwarten, wie LR bewerten werden.
  • Fokus auf den HF (bei Sitz und Platz) wird stärker betont (Hund soll nicht wegschauen) → abzuwarten, wie LR das bewerten werden (LR, der Stressverhalten gut deuten kann und als wichtig nimmt, kann das strikter bewerten)
  • Stresssymtome führen verstärkt zum Ziehen von Punkten (zumindest Intention)
  • Bis -30% der Punkte pro Übung bei starkem Meiden → bei jeder Übung, nicht mehr nur Gesamtbild

Helfer

  • Grundsätzlich nur ein Helfer bei Ortsgruppenprüfungen (Helferwechsel nur wenn der Helfer selbst antritt und dann nur für dessen Hunde).

Fährte

  • Schenkellänge min. 50 Schritte
  • IGP1 und IGP2 jetzt 3 Gegenstände (je 7 Punkte)
  • IGP3: zweiter Gegenstand nach LR-Anweisung (LR könnte zum Beispiel sagen: 2ter Gegenstand mit auf den ersten Schenkel = 2 Gegenstände auf einem Schenkel)

IFH-V

  • Vorprüfung, ähnlich wie IPG3-Fährte, aber Eigenfährte
  • kein Ausbildungszeichen (nur zum Üben als Vorbereitung)

FH1

  • IFH1 liegt nur noch 2 Stunden

FH1 und FH2

  • Verleitung jetzt 30 min vor dem Ansatz (Absuchen) statt 30 min nach dem Legen (vernünftige Änderung, einfacher für den Hund)
  • Belohnung erst nach der Bewertung (wie bisher)
  • HF muss neben dem Hund beim Ansetzen stehen! (war bisher theoretisch auch schon so, könnte gezogen werden)
  • Neuansatz einmal möglich (-4 Pkt.) (HF noch nocht auf der Fährte) (wie bisher)
  • Wird ein Gegegstand nicht gefunden und auch der FL findet ihn nicht, werden keine Punkte abgezogen. Bei mehreren Gegenständen → Angebot Ersatzfährte → wenn nicht angenommen → alle Gegenstände gelten als überlaufen.
  • Hinweise für Prüfungsleitung: Ersatzfährte mit einplanen.
  • Bei Eigenfährten keine Punke für nicht gefundene Gegenstände.
  • Bei Winkeln, HF soll Fährte erst verlassen, wenn Hund eindeutig auf nächstem Winkel (nicht vorher heraustreten) → aber Abstand auch wichtig.

Abteilung B

  • Markierung der Abstände (4m an den Geräten) jetzt auch bei Ortsgruppen-Prüfungen erwünscht.
  • Vorarbeiten (Hund fängt vor HZ an) → Teilübung = mangelhaft (Pflichtentwertung)
  • IGP1: nur 1 Sprung ohne Bringen (Ausführung: HF geht auf andere Seite und "hopp + hier").
  • Freifolge bei allen 15 Punkte (1-3) <- Fokus auf die Freifolge auch in 2+3), dort erkennt man Team Hund + HF am besten (bei 1 jetzt weniger Punkte, bei 2+3 mehr Punkte)
  • IGP2: Steh aus der Bewegung nur noch 5 Punkte
  • IGP3: Sitz aus Bewegung nur noch 5 Punkte
  • IGP1: Bringen zu ebener Erde jetzt auf 15 Punkte erhöht (weil erste Bringübung, die der Hund zeigt → wichtig)
  • IGP-V und IBGH-1-3 bitte bei Bedarf selbst recherchieren (Zeitmangel)
  • "Beginn jeder Übung auf LR-Anweisung" → kann richtig teuer werden, wirklich so gemeint (nur bei Beginn der Übung, nicht z.B. beim Bringen zwischendurch)
  • Grundstellung nur noch im Vorwärtsgang erlaubt.
  • Neue Grundstellung vor LR-Anweisung eingenommen → Bewertung kann maximal gut sein
  • Nach Übungsfreigabe neue Grundstellung eingenommen → 0 Punkte für die Übung
  • Es sollte daher mehr Wert auf korrekte Grundstellungen gelegt werden!
  • Normale Körperhaltung, nicht mehr z.B. Hand links vom Kopf des Hundes halten → Führerhilfe
  • zusätzliche Möglichkeit beim Überwechseln gestattet: seitlich und dann drehen ohne hintenrum.
  • beim Werfen Ausfallschritt jetzt explizit erlaubt (ist kein Verändern der Grundstellung) (ein Bein bleibt die ganze Zeit fest!)
  • Zu weit werfen ist Führerhilfe (8-12m ist der erlaubte Bereich, alles andere Führerhilfe) → man darf dann nochmal werfen
  • Hürde: obere 10-20cm müssen weich sein (gegen Verletzungen)
  • Pendelhürde nicht mehr erlaubt (doch großes Verletzungsrisiko erkannt)
  • Hürde umgeworfen (beim Hinsprung → Wiederholung, beim Rücksprung -5 Punkte, keine Wiederholung)
  • Ablegen, alle 30 Schritte Abstand (einheitlich für BH und IGP1-3)

Abteilung C

  • besonders für Zuchtselektion ist die Schutzdienstbewertung wichtig
  • Sabine bewertet Bewachungsphase besonders (sagt viel über den Hund aus, wie er zum Helfer steht)
  • Übergangsphase jetzt explizit mit ca. 1 Sekunde definiert (mindestens 1 Sekunde halten nach Stillstand)
  • Bewachungsphase jetzt 30% Wertigkeit (Steigerung), ca. 5 Sekunden
  • Stellen + Verbellen jetzt 15 statt 10 Punkte
  • IGP2: Verhinderung Fluchtvesuch hoch auf 15 Punkte
  • IGP1: Abwehr eines Angriffs aus der Bewegung: auf 30 Punkte runter, bei IGP3 auf 15 Punkte runter
  • IGP2: neu: Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport fällt weg! Dafür neu: Abwehr eines Anriffs aus der Bewegung
  • IGP3: Angriff auf den Hund aus der Bewegungs, hoch auf 15 Punkte.
  • Abwehr eines Angriffs aus der Bewegung: in der IGP2 ganz neu (20 Punkte) bei der IGP3 auf 15 Punkte runter
  • Beim Revieren: Sichtzeichen nur noch zum Einweisen erlaubt! Nicht zum Heranrufen des Hundes (Hände festhalten!)
  • IGP1: Beenden Stellen+Verbellen → "alles" erlaubt: An- und Ableinen, Herantreten etc.
  • IGP1: Revieren jetzt direkt zum Helfer-Versteck.

Abschluss

Abschluss mit dem Appell, sich selbst mit der Thematik zu beschäftigen und die PO nochmal zu lesen. Fragt bei Unklarheiten den LR.

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